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Schneiden Sie von einer Einkaufstüte aus Plastik die Griffverstärkung und von Boden und Seiten etwa 3mm ab. Sie erhalten zwei gleiche Unterlagen, zwischen denen Sie Ihre Tonplatten ausrollen können. Zum Wenden und Ablösen der Tonplatte ziehen Sie nicht am Ton sondern an der Plastiktüte. Die Platte verzieht sich weniger leicht. |
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Nehmen Sie als Unterlage zum Ausrollen eine Windel, ein Spitzentuch oder ein anderes strukturiertes Tuch, dann erhalten Sie eine schon hübsch verzierte Oberfläche für Ihre Tonplatte. |
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Bei angetrockneten Werkteilen empfiehlt es sich, die Berührungsflächen aufzurauhen z.B. mit einer Gabel. Die entstandenen "Löcher" werden mit verdünntem Ton, dem Tonschlicker, wieder aufgefüllt. Der Überschuß wird zur zusätzlichen Sicherung gut über die Nahtstelle verstrichen. Bei feuchten Tonschnüren und Tonplatten genügt die Eigenfeuchtigkeit in Verbindung mit einer guten Verzahnung. Jede unnötige Entstehung von Luftlöchern sollte vermieden werden. |
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Lufteinschlüsse müssen unbedingt vermieden werden, denn beim Brand zieht sich der Ton zusammen. Die erwärmte Luft dagegen dehnt sich aus und sprengt das Werkstück. Ein hoher Schamotteanteil im Ton und langsame Erwärmung im Rohbrand kann bei kleineren Lufteinschlüssen ausgleichend wirken. Das schnellere Aufheizen im Glasurbrand kann dann aber später auch noch zum Reißen führen. Deshalb ist es besser, vorzubeugen und z.B. bei Ornamenten eine Möglichkeit zum (versteckten) Entweichen der Luft einzuarbeiten. |
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Bei Figuren ist es manchmal unvermeidbar, daß z.B. im Kopf der Figur ein Hohlraum entsteht oder eine im Vergleich zu den sonstigen Wänden zu dicke Tonmasse verbleibt. Sind Sie sich nicht sicher, ob die Luft entweichen kann, stechen Sie diese Teile mit einer Stricknadel vollständig durch. Das Loch an der Außenseite verstecken Sie bei einem Kopf dann unter den aufgeschlickerten Haaren oder Sie streichen es einfach zu. Es genügt, wenn die Luft durch den Innenraum entweichen kann. |
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Zum Drehen wird meistens feiner (fetter) Ton ohne Schamotte z.B. KPR 19 bis 21 und 25 verwendet, denn die Körner der Schamotte strapazieren die Haut der Hände sehr, weil sie wie Schleifmittel wirken. Schamotte ist gebrannter, wieder vermahlener Ton. Durch die Beimengung gibt man dem fetten Ton Festigkeit. Große Teile stehen sicherer. Platten und Teller verziehen sich weniger. Außerdem schrumpfen die Teile geringer. Die rauhe Oberfläche beim hochschamottierten Ton glätten Sie bitte nie durch Wasser. Das Wasser schwemmt den fetten Ton zwischen den Schamottekörner weg. Die zunächst glatt erscheinende Oberfläche wird spätestens nach dem Brand wieder rauh. Drücken Sie statt dessen die Körnchen mit einem Palettmesser z.B. WZ 480 und 481 oder den Fingern in den Tonkörper hinein. Die so geglättete Fläche bleibt auch nach den Bränden glatt. Große und farbige Schamottekörner RST 987 können Sie wirkungsvoll zur Oberflächengestaltung einsetzen. |
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Ich biete Ihnen Gießmassen KPR 50 weiß und KPR 51 rot, die wir selbst anrühren. In angerührten Massen quellen die Tonbestandteile auf. Der Ton wird fester. Sie müssen daher vor Gebrauch vollständig solange aufgerührt werden bis die richtige Konsistenz erreicht ist. Gießton ist dann richtig, wenn er als dünner Faden ohne zu reißen schwer vom Finger fließt. Die Zugabe von Wasser sollte vermieden werden, da zuviel Wasser die Bestandteile trennt. Der Ton wird klitschig und läßt sich nur schwer aus der Form lösen. Gießen Sie möglichst nicht nur auf eine Stelle der Form, da sich diese sonst zu sehr verdichtet und später die Glasur schlechter annimmt. |
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Eine gute Hilfe zum Ausschneiden gleichmäßiger Motive sind Ausstecher, die ich in großer Anzahl für Sie vorrätig halte. Fordern Sie die Töpferhof- Preisliste an. Tauchen Sie den Ausstecher kurz in Wasser und drücken Sie ihn vorsichtig durch den Ton. Der Ausstecher gleitet ruhiger durch die angetrocknete Wand und der ausgestochene Ton läßt sich leichter entfernen. Damit das Werkstück sich nicht verzieht oder reißt, ist ein Gegendruck an der auszustechenden Stelle wichtig. |
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Engoben bestehen aus 90% Ton und Farbbeigaben. Dieser Ton sollte gut zu dem Ton ihres Werkstückes passen, damit der Überzug angenommen wird. Durch die Tonmassen können Sie auch plastische Reliefs aufarbeiten z.B. mit dem Engobemalhorn WZ 601. Das Bunzlauer Geschirr zeigt eine typische Engobearbeit.
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Das Einatmen von Hausstaub wird als unangenehm empfunden und kann bei manchen Menschen Allergien auslösen. Nutzen Sie die Staubmasken WZ 671 und 672. Glasurstäube können schon deshalb gefährlich sein, weil sie aus den unterschiedlichsten Rohstoffen bestehen. Ich berate Sie gern! Bekannt und gefürchtet ist das früher hauptsächlich eingesetzte Blei. Dieses schmilzt bei niedrigen Temperaturen und setzt so die Schmelztemperatur der anderen Rohstoffe mit herab. Dadurch werden Glattbrände schon bei Temperaturen möglich, wie sie z.B. mit Holz in Feldbränden erreicht werden. Das früh vergasende Blei entweich7t aber in der Regel nicht vollständig, sondern es bleiben Reste an der Oberfläche, die insbesondere durch weiche Säuren (z.B. Obstsäfte) herausgelöst werden. Durch die Nahrungsaufnahme kann sich Blei im Körper ablagern. Glasuren mit Bleizusätzen unterliegen daher schon lange den strengen Regeln der Lebensmittelaufsicht. Im Töpferhof Brockhagen stehen mehr als 200 bleifreie Glasuren für jeden Zweck zu Ihrer Auswahl. Sie erhalten Sie in Pulverform in 1 kg und 200 g Gebinden; Großverbrauchern empfehle ich die preisgünstigen 10kg Beutel. Streichfähige Fertigglasuren erhalten Sie in 118ml, 120ml, 200ml und 500ml Dosen je nach Hersteller. Im Töpferhof-Laden können Sie Muster auf weißem, roten und schwarzen Ton ansehen und sich über die Eigenschaften der Glasuren informieren. Ich sende Ihnen auch gern das Datenblatt Ihrer Lieblingsglasur zu. Fordern Sie die Übersicht "Glasur und Farben" an. |
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Jede Glasur haftet nur durch die enthaltene Feuchtigkeit auf dem Werkstück. Diese dringt sehr schnell nach außen. Dadurch ist die Wand bereits feucht und zur Aufnahme der äußeren Glasur nur noch wenig bereit. Der Auftrag wird unregelmäßig oder zu dünn. Deshalb empfehle ich zunächst das Ausgießen der inneren Fläche. Erst nach gründlichem Trocknen etwa nach einem Tag glasiere ich die äußere Seite. Mehrfaches Begießen oder Bepinseln feuchter Glasuren schadet mehr als es nutzt, da das Verhältnis Wasser : Glasur nicht mehr stimmt. Statt Glasur aufzutragen wird diese abgewaschen. Ungleichmäßige Glasurbilder sind die Folge. Die streichfähigen Fertigglasuren sind speziell für Anfänger gut geeignet. Sie sind mit einem speziellen Haftmittel versehen, das einen mehrfachen Aufstrich der Glasur ohne schädliche Folgen begünstigt. |
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Beim Einsetzen des Ofens zum Schrühbrand können sich die Werkstücke berühren und sogar sorgfältig ineinandergestellt werden. Beim Glasurbrand dürfen sie sich dagegen auf keinen Fall berühren. Soll die Stellfläche ausnahmsweise glasiert werden, benötigen Sie Brennhilfen aus einem besonders hitzebeständigen Metall z.B. KBM. Weil Wärme nach oben steigt, nutzen Sie diese am besten, wenn Sie große Teile nach unten stellen, kleine dagegen nach oben. Haben Sie ausnahmsweise nur wenige Teile zu brennen, verbessern Sie das Brennergebnis, indem Sie diese höher stellen und gleichmäßig verteilen. |
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Der Temperaturfühler Ihres Ofens mißt immer nur die Wärme der Luft, die Ihre Werkstücke umgibt. Je nach Dicke der Wände und der Anzahl der Teile dauert es mehr oder weniger lange, bis auch das Innere der Werkstücke der Wärme der Luft entspricht. Deshalb benötigen viele oder dicke Werkstücke eine langsamere Aufheizgeschwindigkeit als wenige und dünne Teile. Im Töpferhof wählen wir für den Rohbrand eine Aufheizzeit von 4 bis 8 Stunden, für einen Glasurbrand reichen 2 bis 4 Stunden aus. Hat der Ofen die Endtemperatur erreicht, sollte diese etwa 10 bis 30 Minuten gehalten werden, damit das Werkstück fest gebrannt oder die Glasur ganz ausgeschmolzen wird. Können Sie die Haltezeit bei Ihrer Regelanlage nicht einstellen oder wird Ihr Ofen mit Segerkegeln abgeschaltet, dann wählen Sie eine etwas höhere Endtemperatur. Fordern Sie die Segerkegel-Tabelle an. Die Abkühlzeit ist für den Erfolg Ihrer Arbeit ebenfalls sehr wichtig, denn Ton und Glasur dehnen sich beim Brand aus und ziehen sich beim Abkühlen zusammen. Dies geschieht nicht gleichmäßig sondern in unterschiedlichen Phasen. Im Idealfall haben Ton und Glasur den gleichen Ausdehnungs- bzw. Schrumpfungskoeffizienten. Im Töpferhof kühlen wir etwa 1 ½ mal solange aus, wie wir für das Aufheizen benötigen. Ist die Ofentemperatur unter 100°C gefallen, öffnen wir die Tür schon mal einen kleinen Spalt. Nach Erreichen der Raumtemperatur wird die Tür ganz geöffnet. Auf das Ausräumen warten wir dann noch mindestens eine Stunde. So vermeiden wir unnötige Glasurrisse, die selten gut aussehen und das Gefäß undicht machen. |
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Möchten Sie den getrocknete Rohling noch ausschneiden? Dann nehmen Sie einen spitzen Gegenstand z.B. Graviernadel WZ 460, 461 oder 488 und tauchen die Spitze in etwas Wasser. Den Wassertropfen geben Sie auf die auszuschneidende Stelle und weichen den Ton an dieser Stelle durch; ggf. muß der Vorgang mehrfach wiederholt werden. Ist ein kleines Loch entstanden, können Sie mit der Stichsäge WZ 486 oder der Zickzacksäge WZ 484 den Schnitt erweitern. Fordern Sie die Artikelserie von "Haller Kreisblatt" und "Töpferhof Brockhagen" an. |