Schritt
1:
Säubern
Sie die fettfreie Gießform innen (unbedingt dazu auch
aufmachen) und außen mit
dem Abstaubpinsel oder einem weichen Tuch, bis sie staubfrei ist.
Achten Sie dabei darauf, dass Sie die Innenseite nicht
beschädigen; jede Beschädigung ist später auf dem
Abguß sichtbar.
Verschließen Sie die Form fest und sicher mit
dem Verschlußband, sonst quillt der Ton beim
Eingießen aufgrund seines Eigengewicht durch die
Nahtstellen. Ich kenne viele Töpfer, die diese
Erfahrung mit langem Aufwischen bezahlt haben.
Stellen Sie die Form auf einen sicheren und
ebenen Untergrund.
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Schritt
2:
Beim
Lagern setzen sich die schweren Bestandteile des
Gießtones nach unten ab. Um das richtige
Mischungsverhältnis zu bewahren, rühren Sie
jetzt den Inhalt des ganzen Eimers solange auf,
bis er die richtige Konsistenz hat. Befüllen Sie
damit das Gießgefäß.
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Schritt
3:
Gießen
Sie nun in die Gießform bis zum Oberrand ein.
Zügiges und
gleichmäßiges Gießen verhindert
Lufteinschlüsse. Vermeiden Sie abzusetzen, damit
keine Ränder entstehen. Zu starkes Gießen auf
eine Stelle verdichtet die Masse und erschwert
später das Glasieren.
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Schritt
4:
Der Gips zieht die Feuchtigkeit aus dem Schlicker
heraus, der Ton wird fest und setzt sich an der
Gipswandung ab.
Lassen
Sie die Form solange ruhen, bis die Wandung dick
genug für Ihren Zweck ist - in der Regel sind dies 3mm. Sie prüfen dies mit
einem Ausformmesser am oberen noch in der
Feuchtigkeit befindlichen Rand.
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Schritt
5:
Der
überschüssige Ton wird langsam abgegossen. Stellen Sie
dazu die Form mit der Öffnung nach unten auf das
sicher stehende Auffanggefäß.
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Schritt
6:
Die
Feuchtigkeit des gegossenen Stückes zieht weiter
in die Gipsform und trocknet durch die
eindringende Luft.
Wenn sich die Form leicht
öffnen läßt, kann vorsichtig entformt werden.
Geduld ist eine gute Hilfe.
Heben Sie dazu erst eine Seite der Form gerade nach oben
ab.
Nehmen Sie das Gußstück nicht eher aus der Form
heraus, ehe es stark genug ist, sein eigenes Gewicht zu
tragen.
Erst dann nehmen Sie es vorsichtig vollständig aus der
Form heraus.
Teller oder ähnliche Artikel sollten länger in der
Form bleiben, bis keine Gefahr der Verformung mehr
besteht.
Ich lege Teller dann zunächst auf dem oberen Rand ab
und streiche diesen auch noch mit den Fingern fest auf
die Unterlage, damit dieser wirklich ganz eben
ist.
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Schritt
7:
Mehrteilige
Rohlinge werden mit Hilfe des Schlickers
zusammengefügt. Schneiden Sie den Einfüllrand
und die Gießränder grob ab und stellen Sie den
Rohling zum Trocknen kühl, trocken und dunkel
ab.
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Schritt
8:
Etwas
angetrocknete Rohlinge können grob
ausgeschnitten werden.
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Schritt 9
Nach dem gründlichen Trocknen brennen Sie das
fertige Rohteil im Schrühbrand
- bei 920-960°C - dann ist der Ton sehr gut
aufnahmefähig für die spätere Glasur
- bei 1100°C - wenn Sie sicher sein wollen, dass
das Werkstück dicht ist. Da ist die Wandung dann
weniger aufnahmefähig und benötigt in der Regel
eine Schicht streichfertiger Glasur mehr.
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Schritt 10
Glasieren Sie jetzt mit Fingerspitzengefühl.
- Zunächst schütten Sie das Gefäß mit
flüssiger Glasur aus. Sie können dazu selbst
angerührte Pulverglasur verwenden oder sich eine
streichfertige Glasur im Verhältnis 1 : 1 mit
Wasser verdünnen.
- Lassen Sie das Gefäß trocknen
- Erst wenn die äußere Seite wieder ganz trocken
ist (Ich warte immer einen ganzen Tag.), glasieren
Sie die äußere Seite in der von Ihnen
bevorzugten Weise durch Pinseln, Tauchen, Gießen
oder Sprühen.
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Schritt 11
Nach dem vollständigen Trocknen der Glasur brennen
Sie (je nach den Angaben Ihres Herstellers) bei 1040°
oder 1150°C die Glasur ein.
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Schritt 12
Besonders langsam abkühlen lassen und erst bei
völliger Auskühlung dem Ofen entnehmen, dann
vermeiden Sie Haarrisse oder sogar das vollständige
Springen des fertigen Keramikteiles. |
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