Glasieren

Bei allen bisherigen Arbeiten habe ich bereits darauf hingewiesen, daß die Oberfläche staub- und fettfrei sein muß. Dies ist beim Glasieren ganz besonders wichtig, da die Glasur sonst schon beim Auftrag nicht angenommen wird oder beim Brand abrollt. Die heute auf dem Markt befindlichen Glasuren enthalten sehr viel weniger Schadstoffe als noch vor wenigen Jahren. Trotzdem sollten Sie beim Glasieren nicht essen, trinken und rauchen. Sachgemäßer Umgang schützt Ihr Werkstück und Ihre Gesundheit.

Tip 10
   
Pulverglasuren setzt man mit wenig Wasser an. Die Bestandteile sollten etwa einen Tag quellen können. Dann gibt man soviel Wasser hinzu, daß die gewünschte Dichte

der Glasur entsteht. Mit einem Aräometer WZ 680 können Sie dies überprüfen und Ihre Erfolge wiederholbar machen. Anschließend sollte die Glasur durch ein feines Sieb z.B. WZ 655 bis 657 gerührt werden, um Klümpchen zu beseitigen. Eine Ausnahme sind hierbei Effektglasuren mit Kristallen z.B. KGG 84 buntgraniti, die natürlich nicht ausgesiebt werden dürfen.

In die angerührte Glasur können Sie ihr Werkstück tauchen oder sie können es damit begießen. Mit einem weichen Pinsel z.B. PIN 111 bis 114 kann diese Glasur auch aufgestrichen oder aufgetupft werden. Um die Haftfähigkeit der Pulverglasur zu verbessern, empfehle ich den Zusatz von Glasurleim KUR 5 und Stellmittel KUR 1.
Bequem zu handhaben sind fertig angerührte, streichfähigen Glasuren z.B. die Prisma-Glasuren von WELTE. Diese Glasuren müssen nur noch gut umgerührt werden. Während eine Pulverglasur beim ersten Auftrag sitzen muß, sollte eine Fertigglasur zwei bis dreimal dünn aufgetragen werden. Bitte beachten Sie die Herstellerhinweise.
Tip 11
   
Nach dem Glasieren müssen Glasurnasen mit einem scharfen Messer z.B. WZ 471 abgeschnitten und Stellflächen gereinigt werden. Nach gutem Trocknen erfolgt der Glasurbrand.
Fordern Sie die Übersicht "Glasur und Farben" an.

  Der Krug wird glasiert

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