Drehkeramik

Das Drehen auf der Töpferscheibe sieht sehr leicht und einfach aus. Tatsächlich gehört schon eine Menge Übung und Geduld dazu. Aber mit Hilfe einiger guter Unterrichtsstunden dauert es nicht lange bis das erste Werkstück fertig ist.

Bei einer fußgetriebenen Töpferscheibe z.B. WE 550 wird der eigene Körperschwung zum Antrieb der Schwungscheibe genutzt. Diese anstrengende Gymnastik übernimmt bei der elektrischen Töpferscheibe der mit Keilriemen oder elektronischer Regelung betriebene Motor z.B. WE 510.

Zunächst wird der Tonklumpen in der Mitte der Töpferscheibe zentriert. Mit ein oder zwei Fingern wird von oben ein Loch in die Kugel bis zum geplanten Boden gedrückt. Danach wird die Öffnung erweitert bis die Bodenplatte entstanden ist. Danach wird die Wandung gleichmäßig hochgezogen. Die Form wird mit Hilfe der Hände oder mit Formhilfen z.B. Drehschiene WZ 360 bis 378 gegeben.
-Tip 6
 
Als Gleitmittel dient beim Formen auf der Töpferscheibe (und nur hier) Wasser. Das Werkstück ist daher im ersten Schritt sehr feucht und sollte jetzt erst zum Antrocknen beiseite gestellt werden.
Danach wird die Form noch einmal auf die Töpferscheibe gestellt und abgedreht z.B. mit Abdreheisen WZ 441 bis 447. Die endgültige Oberfläche entsteht. Jetzt ist auch der Zeitpunkt gekommen, Henkel und Schnaupe(Ausguß/Tülle) anzusetzen, verschiedene gedrehte Teile zu montieren und zu dekorieren.

 

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