Aufbau

Die ursprünglichste Art Ton zu formen ist, mit Hilfe beider Daumen von oben ein Loch in eine Tonkugel zu drücken. Unter Drehen wird diese Öffnung möglichst gleichmäßig erweitert oder wieder zusammengedrückt. Nach und nach entsteht eine einfache Vase oder eine Schale. Wände und Boden sollten gleich stark und ohne Risse sein.

Mit Hilfe ausgerollter Tonwülste entstehen größere und bauchige Gefäße. Auf einen gedrückten oder ausgerollten Tonboden werden die gleichmäßigen, an den Enden abgeflachten Tonschnüre fest angedrückt und ohne Lufteinschlüsse miteinander verstrichen. Hilfreich sind eine Ränderscheibe z.B. WE 243, auf der das Werkstück vor Ihnen dreht und Modellierhölzer z.B. WZ 200 bis 289.
-Tip 3 + 4
   
Mit Hilfe von ausgerollten Tonplatten werden Kacheln oder Gefäße mit geraden Wänden leicht und schnell hergestellt. Die Tonplatte sollte beim Ausrollen mit dem Rollholz z.B. WZ 513 oder der Tonwalze WZ 514 nicht zu stark gedehnt werden, sonst verzieht sich die Platte beim Trocknen. Besser ist es, die Platte mehrfach zu wenden und die Rollrichtung zu wechseln. Für die Montage sehr hoher und gerader Wände empfiehlt es sich, die Platten etwas antrocknen zu lassen.

Sehr gut gelingen Arbeiten auch durch das Aushöhlen kompakter Tonkugeln oder Figuren. Die etwas angetrocknete Form wird dazu in der Mitte durchgeschnitten WZ 101. Mit Hilfe von Tonschlingen z.B. WZ 301 bis 352 wird der überflüssige Ton ausgekratzt bis eine gleichmäßige Wandung entstanden ist. Mit Hilfe von Schlicker werden beide Formen dann wieder zusammengesetzt und miteinander verzahnt. Nun kann die endgültige Formgebung stattfinden.

-Tip 5
   
Für die Aufbaukeramik eignen sich alle Dreh- und Modelliermassen z.B. KPR 19 bis 37 in weiß, rot und schwarz, fein oder mit 25 oder 40% Schamotteanteil. Faustregel: je größer das Stück, desto mehr Schamotte sollte der Ton enthalten.

  Ein Krug wird getöpfert 

Vorbereitung
Übersicht
Drehkeramik